Die Britisch Kurzhaar Katze

Die BKH ist wohl zweifellos die beliebteste Kurzhaarrasse in Europa. Aufgrund ihrer enormen Anpassungsfähigkeit und ihres ausgeglichenen, ruhigen Charakters ist sie für viele das ideale Haustier. Mit ihrem runden Kopf und den großen, ausdrucksvollen Augen, der kräftigen Statur, sowie dem dichten Fell erinnert sie ein wenig an einen Teddybären.

Standard

Die Britisch Kurzhaar ist eine mittelgroße bis große Katze, muskulös mit breiter Brust, breiten Schultern, kräftigem, gedrungenem Körperbau (Cobby), kurzen, stämmigen Beinen und runden Pfoten. Sie sollte einen eher kurzen und dicken, an der Spitze abgerundeten Schwanz aufweisen. Der Kater ist größer als die Kätzin, wobei der Größenunterschied markanter ist, als bei den meisten anderen Rassen. Kater dieser Rasse erreichen oft eine recht imposante Größe und sehen mit ihren dicken Wangen, die sich aber nur zeigen, wenn die Tiere nicht zu früh kastriert werden, sehr eindrucksvoll aus (die Rasse gehört im allgemeinen nicht zu den Frühreifen, und man sollte sie aus verschiedenen Gründen möglichst spät und nicht vor ihrem ersten Geburtstag kastrieren lassen). Der Kopf ist massiv und rund, mit vollen Wangen, kräftigem Kinn, kurzer, breiter und gerader Nase, die seitlich gesehen eine leichte Einbuchtung (Break), aber keinen starken Knick (Stop) aufweisen sollte. Die männlichen Tiere weisen die typischen "Katerbacken" auf. Die Ohren sind klein, breit gesetzt und an der Spitze leicht abgerundet, die Augen groß, rund, mit breitem Abstand und weit geöffnet. Das Fell sollte kurz, griffig und dicht mit guter Unterwolle sein, ohne dabei wollig zu wirken. Es liegt nicht flach an, sondern steht ganz leicht vom Körper ab. Bei einfarbigen Tieren (solid/self) sollte es von der Spitze bis zur Haarwurzel einheitlich durchgefärbt sein. Grundsätzlich werden die BKH mittlerweile in allen erdenklichen Farben und Mustern gezüchtet. Mit Ausnahme der Colourpoint-Varianten, die tiefblaue Augen vorweisen sollten und der silbernen und goldenen Briten, die zumeist grüne Augen zeigen, sollte Kupfer, Gold oder dunkles Orange die ideale Augenfarbe der Briten sein.

Charakter

Katzen dieser Rasse sind bekannt für ihren ausgeglichenen und freundlichen Charakter. Sie zeigen aber durchaus auch mal eine Art "aufschäumendes Temperament", welches sich z.B. darin äußert, daß sie spontan einen Sprint durch die Wohnung einlegen, Bocksprünge machen und dabei ihre Kratzbäume rauf- und wieder herunterjagen. So schnell wie dieser "Anfall" gekommen ist, ist er aber meist auch schon wieder vorüber. Natürlich sind Britenkinder wie alle kleinen Katzen sehr lebhaft und verspielt - nach einiger Zeit kehrt aber üblicherweise ihre rassetypische Ruhe und Gelassenheit ein.Die meisten BKH sind äußerst duldsam, liebenswürdig und sehr anpassungsfähig. Auch hier, wie überall, spielt natürlich auch der Charakter des einzelnen Tieres eine Rolle. Sie sind angenehme, unkomplizierte Hausgenossen und ideale Wohnungskatzen, die sich sehr gut mit sich selbst beschäftigen können. Dennoch ist es ihnen ein besonderes Bedürfnis, mit den anderen Familienmitgliedern intensiven Kontakt zu pflegen. Trotz ihres friedlichen Charakters haben sie ihren eigenen Kopf und bringen es deutlich zum Ausdruck, wenn sie aus irgendeinem Grund verstimmt sind. Sie vertragen sich in der Regel gut mit anderen Katzen und ebenso gut mit Hunden. Aufgrund ihrer Sanftmütigkeit eignen sie sich auch gut für Familien mit Kindern. Wichtigste Voraussetzung ist, daß die Tiere in einem intakten sozialen Umfeld aufgewachsen sind und nicht zu früh von der Mutter und den Geschwistern getrennt wurden. Man sollte ein Jungtier also nur von einem Züchter kaufen, der die Kätzchen im engen Kreise der Familie aufgezogen hat, damit sie später so menschenbezogen und verschmust sind, wie es den Erwartungen entspricht.

Alles in allem sind die BKH mit ihrem bärchenhaften Aussehen, ihrem liebenswerten Wesen, ihrem unkomplizierten Charakter und ihrer Schönheit eine der beliebtetsten Rassen überhaupt und es werden weiterhin Katzenfreunde weltweit ihrem unwiderstehlichen Charme erliegen.

1 oder 2 Katzen ?

Wenn die Einzelkatze reden könnte
von Rita Marlen Feisel


Ihnen ist sicher die Aussage, „eine Katze kann man gut alleine lassen, einen Hund nicht“, bekannt.
Abgesehen davon, dass sich der Hund als Rudeltier sehr an seine Familie bindet und zudem allein aus Gründen der Versäu-
berung nur wenige Stunden des Alleinseins verträgt, ist auch die Katze, die ebenfalls die Zuwendung des Menschen braucht, in stundenlanger häuslicher Vereinsamungein äusserst bedauernswertes Geschöpf.

Der Generationenirrtum

Als ich mich mit dem Thema für diesen Artikel beschäftigte, kam mir spontan meineTierärztin in den Sinn, die vor langer Zeit einmal zu mir sagte: „Lieber eine Katze, die im Freilauf nur ein Jahr überlebt, als eine, die fünfzehn Jahre hinter Schloss und Riegel dahinvegetiert.“ Ich konnte damals dieser radikalen Einstellung nichts abgewinnen.
Im Laufe der Jahre habe ich aber nur allzu gut begriffen, was sie damals meinte (nicht zuletztauf Grund meiner eigenen Erfahrung): Es ging ihr um die Wohnungskatze in Einzelhaltung, die ihr Leben mehrheitlich in Einsamkeit verbringt.
Ich weiss nicht, woher die Meinung kommt wahrscheinlich wurde sie von Generation zu Generation kritiklos weitergereicht:
Viele Menschen glauben nämlich, dass die Katze sich selbst genüge, weil sie gerne fälschlicherweise als Einzelgängerin dargestellt wird. Als Einzelgängerin ist die Katze aber nur auf der Jagd anzutreffen. Wenn sie mitanderen Katzen aufgewachsen ist, was ja in vielen Fällen so ist, verhält sie sich ansonsten sehr gruppenfreundlich. In meiner langjährigen Erfahrung mit Katzen habe ich jedenfalls den Eindruck gewonnen, dass Katzen im Allgemeinen Gesellschaft über alles schätzen. Natürlich, es finden sich auch immer wieder Einzelgänger darunter, denen die Artgenossen nicht allzu viel bedeuten oder die in einer Gruppe nicht Fuss fassen können. Allen gemeinsam aber ist die enge Bindung an den Menschen - sofern sie in ihrer Prägungszeit Zugang zum Menschen finden konnten.
Denn nicht nur Hunde kennen eine Prägungsphase, auch Katzen haben ein Zeitfenster, in dem die Weichen für die Zukunftgestellt werden. Die so genannte sensible Phase, nicht nur für den Umgang mit Artgenossen, sondern auch für die Gewöhnung an den Menschen gültig, dauert etwa bis zum zweiten Lebensmonat. Dann ist der Grundstein fürs Leben gelegt.

Die Sünden vergangener Zeiten

Wenn ich hier über das gar nicht so unbrisante Thema der Einzelhaltung schreibe, so tue ich dies keinesfalls, ohne nicht auf ernüchternde Selbsterfahrung zurückblicken zu müssen – leider. Vor mehr als 30 Jahren besass auch ich eine Einzelkatze, war beruflich sehr engagiert, und die wenigen freien Abend-und Wochenendstunden musste meine arme Tigerdame, die in einem Nürensdorfer Pferdestall das Licht der Welt erblickt hatte, mit Abendsitzungen, Einkaufsaktivitäten, Fitnessstudio, Tête-à-Tête-Nachtessen, Theaterbesuchen, Skiweekends und sonstigen auswärtigen Hobbys teilen. Da blieb nicht mehr vielZeit für kuschelige Schmusytime. Natürlich freute ich mich, wenn sie mich abends hoch-erhobenen Schwanzes und gurrend, denTauben gleich, empfing. Natürlich gab es feine Häppchen als Trostpflästerchen für einsame getigerte Miezestunden. Natürlich liebte ich die knuddeligen Einschlafminuten mit ihr und das Aufwach-Szenario, wenn sie mir Bauch aufwärts unermüdlich stämpfelnd und unüberhörbar schnurrend kund tat, dass die dunkle Nacht ein Ende hatte. Diese Stunden waren zweifelsfrei ein Hochgenuss für beide.
Wie schlimm mag dagegen jener Moment für die pelzige Weggefährtin gewesen sein, wenn die Tür für viele Stunden unwiderruflich ins Schloss fiel. Dazumal war das Einzäunen eines Balkons oder das Vergittern der Fenster noch nicht so üblich wie heute, wo es fast schon als selbstverständlich gilt. So blieben aus lauter Angst,dass meiner kleinen Herzensfreundin während meiner Abwesenheit etwas passierenkönnte, Tür und Fenster für sie geschlossen. Schliesslich wollte ich sie, nach deren Gesellchaft ich mich monatelang gesehnt hatte, nicht durch ein Unglück verlieren. Zurück blieben 50 m2 Wohlstandsstereotypie – RolfBenz 2-Sitzer auf Hirtentepp ich, zwei Fellmäuse artig darauf drapiert. Die liebevoll selbst getöpferten Keramikschalen mit Katzenöhrchen, randvoll gefüllt, blieben meistens bis zu meiner abendlichen Rückkehr unangetastet. Die Mäuse auch. Dem Katzengras im blauen Übertopf mit lustigem Aufdruck „happy cat“ ward kein Halm geknickt. Einzig der Platz vor dem Wassernapf zeigte Schlabberspuren. Kummer lässt die Freude am Essen und Spielen bekanntlich vergehen. Der Gedanke an dieses Szenario macht mir noch heute, viele Jahrzehnte danach, Bauch-weh sondergleichen. Parallelen in meinem Umfeld lassen dieses damalige Horrorszenario immer wieder aufs Neue aufleben.

Die Quittung

Kuschel, die kuschelige Vereinsamte, hinterliess mir eines schönen Tages einen langen Brief in Form einer riesengrossen Pfütze. Sie schrieb: „Du lässt mich nun schon seit Monaten zwischen zehn und vierzehn Stunden allein. Ich habe keinen Auslauf, keine frische Luft, kann keinen Schmetterling fangen und kann nicht in Erde buddeln. Ich habe tagsüber noch nicht einmal einen Balkon, von dem aus ich wenigstens die Nachbarschaft grüssen kann. Keinen Artgenossen kriege ich jemals mehr zu Gesicht. Geschweige denn habe ich einen eigenen weichen Katzenkumpel, an den ich mich reiben kann. Tagaus, tagein das gleiche gähnende Allerlei und dieselbe Leier. Wenn du nach Hause kommst, bist du müde.
Trotzdem, du räumst auf, putzt, giesst die Pflanzen, kochst, richtest deine Kleider für den nächsten Tag.
Du schaust Fernsehen, liest die Zeitung, trinkst ein Glas Wein, telefonierst mit Gott und derWelt und fällst dann wie eine gefällte Tanne ins Bett. Natürlich, du fütterst mich, reinigst meine Hinterlassenschaft, säuberst meinen Kratzbaum, der für mich alleine sowieso vielzu gross ist, nimmst mich auf den Arm, wirfst mir mal die Fellmaus zu, in der Meinung, ich raste dann gleich vor Freude aus, streichelst mich und sagst mir, dass ich dein Ein und Alles bin. Behandelt man so sein Ein und Alles?Ich bin einsam.“ So schrieb die Katze. Der Mensch besah sich die hässliche Pfütze und las: „Du bist eine Bauernkatze. Diese Sorte bleibt immer ein bisschen unsauber, ihr Leben lang. Zudem bist du undankbar. Du hast den Himmel auf Erden: eine schöneWohnung, einen Mammutkratzbaum, Spielzeug zum Umfallen, ein 5*****-Essen und ein Frauchen, das nur dein Bestes will. Als geborene Einzelgängerin döst du sowieso den ganzen Tag vor dich hin, deshalb
merkst du gar nicht, ob ich zu Hause bin oder nicht. Und wenn ich mal eine Nacht weg bleibe das geht auch wieder vorbei. Trotz-dem pinkelst du mir in die Wohnung. Du bist wohl ein Fall für den Katzenpsychiater.“ Diese „Korrespondenz“ ging über Jahre hin und her. Die Fellfreundin wollte etwas eindrücklich sagen, das ihre zweibeinige Mitbewohnerin nicht verstand. In ihrer Hilflosigkeit erhöhte die Katze ihre Pinkelattacken von Woche zu Woche. Die Nerven der Katzenfreundin lagen blank. Die stereotype Wohlstandseinrichtung war inzwischen ramponiert.Ich hielt Kuschel trotz allem die Treue und sie mir notgedrungen ebenfalls. Hätte sie Freilaufgehabt, sie hätte mir wohl den Rücken für immer und ewig gekehrt, wer weiss. Nach drei Jahren „Rosenkrieg“ wechselte ich mit Kuschel freudig erregt mein Domizil: 5 1/2 Zimmer, drei Balkone, alle eingezäunt, mit Kletter-und Kratzgelegenheit, die Fenster katzensicher vergittert. Katzenherz, was begehrst du mehr?Meine beruflichen Aktivitäten nahmen nochmals an Zeitintensität zu, und mein Privatleben erfuhr eine Wende, so dass ich auch hier mehr denn je engagiert war. Hinzu kamen tage-und wochenendweise Abwesenheiten. Zweimal täglich eine Fütterung und einige Streicheleinheiten von fremder Hand warenwährend dieser Absenzen meine „grosszügige Geste“ an meine pelzige Herzensdame, denn es sollte ihr ja an nichts fehlen. Sie ihrerseits schrieb mir am neuen Domizil nicht nur Briefe, sondern halbe Romane, die sie in der ganzen Wohnung – unter ihren persönlichen kätzischen Gesichtspunkten sorgfältigausgewählt – „deponierte“.
Ich verstand die Welt nicht mehr.

Nur ein Fall von Tausenden

Was ich Ihnen hier so locker erzählt habe, ist ein todernstes Kapitel: Die Haltung einer ein-zelnen Katze bei voller Berufstätigkeit kommt einer Einzelhaft gleich. Das sehe ich nach meinen Jugendsünden ganz klar; für mich käme niemals mehr die Haltung einer einzigen Katze infrage. Und selbst dann nicht, wenn ich in die wohlverdiente Pension ginge. Die Mehrkatzenhaltung ist einfach im Hinblick auf das Tier artgerechter (und übrigens auch für dessen Besitzer/in eine viel spannendere Angelegenheit). Mir fehlen zwar statistische Zahlen, doch ist davon auszugehen, dass unzählige Einzelkatzen in Haushalten leben und den ganzen Tag nicht betreut werden. Das führt zwangsläufig zu Vereinsamung, Stumpfsinn, absonderlichem Verhalten, Ersatzhandlungen, mitunter seelisch ausgelösten Krankheiten oder vielfach auch zu Unsauberkeit,wie Sie aus meinem Bericht erfahren konnten. Das Wildtier Katze hat eine gewaltige Leistung vollbracht, um vom unabhängigen Jäger zum abhängigen Stubenfreund zu mutieren, der in vielen Fällen in die Rolle als Kinder- oder Partnerersatz rutscht und so im weitesten Sinne zur Lebenshilfe wird. Allein schon aus diesem Grund hat die Katze es verdient, dass der Mensch auch ihren tierischen Bedürfnissen gerecht wird. Denn trotz ihrer Domestikationist sie tief in ihrem Innern ein Wildtier geblieben, was man ja unschwer an Katzen mit Freilauf feststellen kann, wenn es ums Jagdverhalten geht. Wie will sie ihre vielfältige Körpersprache einsetzen, wenn sie für den Rest ihres Lebens keinen Artgenossen hat?
Zugegeben, sie tut es in gewissem Masse im Zusammenleben mit dem Menschen. Doch wie will sie mit ihm „reden“, wenn er nie zu Hause ist? Wie will der Mensch im Gegenzug die Psyche der Katze sowie ihre reichhaltige Gebärdensprache und Lautäusserungen interpretieren lernen, wenn er sie nur zwischen „Tag und Traum“ zu Hause antrifft, wo allabendlich unzählige Aktivitäten seine schmale Freizeit in Anspruch nehmen? Wie will die Katze ihr Defizit an Erkundungsdrang wettmachen, wenn sie ihr Leben lang ein begrenztes häusliches Umfeld vorfindet,
in dem sich über Jahre nichts verändert? Viele Katzenbesitzer/innen kaufen nun vor allem ihren Einzeltieren in bester Absicht jede Menge Spielzeug, das achtlos in der Ecke liegt. Was sich nicht bewegt,erweckt kaum Interesse. Allabendliches aktives Spielen – und das, so lange die Katze es möchte – ist angesagt, um die Jagdmotivation lebendig und Körper und Geist beweglich zuhalten. Die Katze als dämmerungsaktiver Jäger nimmt eine solche Animation mit grosser Freude an und wird Ihnen das mit geistiger und körperlicher Vitalität danken. So hätte sie zumindest ein Highlight in ihrem tristen Leben. Doch viele Berufstätige setzen ihre Prioritäten anders, und die Katze kommt selbst in den wenigen gemeinsamen Stunden einfach zu kurz. Sie degradiert zum fünften Rad am Wagenund wird ein Teil des Inventars. Ganz fatal ist es, wenn ihr dann auch noch der Sprung ins warme Bett verwehrt wird, wo die vereinsamte Katzenseele für einige Stunden Wärme und Geborgenheit beim Ersatzartgenossen auftanken könnte. Selbstverständlich ist es eine Frage der persönlichen Einstellung, ob die Katze mit ins Bett darf oder nicht. Ein Anspruch darauf ist nicht tierschützerisch verankert. Ich meine nur, dass die Einzelkatze – so sie denn unbedingt bei voller Berufstätigkeit sein muss – ein enormes Manko an Zuwendung hat. Der Zutritt zum Schlafgemach brächte hier ein Stück Wiedergutmachung. Es mag viele berufstätige Katzenfreunde geben, die sich vorbildlich mit ihremTier in ihrer schmalen Freizeit beschäftigenund es in ihren Lebensalltag optimal ein binden. Ich spreche jedoch jene an, die dies aus Gedankenlosigkeit oder Unwissenheit herausunterlassen. Denn eine unterbeschäftigte und unausgelastete Katze wird sich irgendwann in eine Ecke verkrümeln und resignieren. Resignation lässt am Sinn des Lebens zweifeln. Das wissen wir Menschen doch nur allzu gut.

Wenn Mieze vor der Tür steht

Nach einem solchen traurigen Hausszenario ist man versucht, den Freigänger um seine Position zu beneiden. Zugegeben, eine Katzemit freiem Auslauf bleibt vom eintönigenWohnungseinerlei verschont. Sie trifft auf Artgenossen, kann die Umgebung erkunden,ihrem Jagdtrieb nachkommen, hat genügend Bewegung und physische wie psychische Reize. So weit, so gut. Doch kann man leider immer wieder beobachten, dass die Katze morgens mit ihrem Menschen das Haus verlässt und nicht mehr frei wählen kann, ob sie ins Haus zurückwill oder nicht. Ich hatte einen solchen Fall in meiner unmittelbaren Nachbarschaft, den ich Ihnen gerne kurz schildern möchte:
Das Paar ging morgens zu früher Stunde aus dem Haus und entliess die Katzein die Freiheit. In die Wohnung zurück konnte sie erst, wenn ihre Menschen nach Hause kamen. Der Tagesrhythmus des jungen Paares war sehr unterschiedlich. So kam es, dass die Katze vom frühstmöglichen Zeitpunkt an abends artig vor der Haustür wartete, denn Katzen und Hunde haben eine innere Uhr.
Manchmal wartete sie eine Stunde, manchmal zwei, manchmal auch vier und mehr. Die temporär Ausgesetzte zeigte ab diesem Zeitpunkt keinerlei Interesse mehr an ihrer freiheitlichen Umwelt. Sie kreiste sozusagen inder Warteschlaufe. Der Freilauf wurde für sie von Stunde zu Stunde mehr zur Qual, denn sie hatte nur noch eines im Sinn: „Wann kommen meine Menschen zurück?“ Dies zeigt sehr deutlich, dass auch Tiere mit dem vielgepriesenen Freilauf je nach Veranlagung eine enge Beziehung zum Menschen eingehen können, die ihr offensichtlich mehr als die Freiheit bedeutet. Alle meine Bemühungen, die Katze in den späten Abendstunden zumindest mit einem Häppchen zu versorgen oder sie bei ungünstigen Wetterverhältnissen an einem geeigneten Ort warm zu „parkieren“, schlugen fehl. Sie wollte ihre Menschen sehen oder auch einfach nur zurück in ihr Heim und nichts anderes, basta. Fatal wurde diese Situation an Wochenenden, wo die Katze oft bis zu 48 Stunden ohne häusliche Rückzugsmöglichkeit bzw. Betreuung blieb. Diskussionen über diese Situation fruchteten nichts.Man konnte meine Meinung über diese nicht artgerechte Haltung leider nicht teilen. Für eine tierquälerische Haltung fehlten direkte Beweise.
Solche Situationen zeigen, dass für manche Menschen der Freilauf einer Katzeein Freibrief ist, sich nicht um sie kümmern zumüssen, da man die Auffassung vertritt, die Freiheit regle die Bedürfnisse des Tieres schon.
Dies ist jedoch bei an den Menschen gewöhnten Katzen ein fataler Irrtum, wie wir aus diesem Beispiel ersehen können. Tierbe-sitzer/innen sind sich oft gar nicht bewusst,welche starken Gefühle und Abhängigkeiten sie bei einem Tier auslösen, wenn sie einen Vierbeiner ins Haus nehmen. Ich möchte ausdrücklich betonen, dass dies nicht nur für Katzen gilt.

Die Wende

Mir dämmerte es erst, wo das Problem lag, als ich den Schritt in die Selbstständigkeit wagte und meine beruflichen Aktivitäten ins Haus verlegte. Kuschel schrieb fortan keinen einzigen Brief mehr an mich – noch nicht mal eine schnöde Postkarte. Stattdessen lernte sie den PC beherrschen, löschte Text, den sie für nicht gut befand, wärmte meine Knie auch bei 30 Grad im Schatten, machte zirkusreife Purzelbäume unterm Schreibtisch, spickte mir die Fellmaus in den Kaffee, frisierte mein Haupthaar, funktionierte mich zu ihrem Kratzbaum um, redete ununterbrochen auf mich ein, als wolle sie fünf verpasste Jahre nachholen, und probierte von Rhabarberkuchen bis zu Grünkohl mit Pinkel (für Nichtkundige: eine spezielle Wurst aus Norddeutschland) die ganzekulinarische Palette von meinem Teller. Kuschel trug fortan ein breites, sattes Lächeln auf dem Gesicht. „Endlich Mensch – du hast verstanden!“

Das Glück nach Mass

Als Züchterin bin ich sehr oft Menschen begegnet, die mit dem Wunsch nach einer Einzelkatze an mich herantraten. Bei Jungtieren bin ich darauf auch bei Nichtberufstätigen niemals eingegangen. Anders verhielt essich bei erwachsenen Tieren, die mir im Laufe der Jahre signalisierten, dass sie beim besten Willen und allen Anstrengungen meinerseits in einer Gruppe nicht Fuss fassen konnten. Sofern es sich um Menschen fortgeschrittenen Alters mit genügend Freizeithandelte, habe ich hier eine Ausnahme gemacht und eine solche Katze auch mal alleine platziert. Interessant ist jedoch, dass genau diese Besitzer/innen, die genügend Zeit für ihr Tier hatten, nach einer Weile die Richtigkeit der Einzelhaltung ernsthaft hinterfragten. Oft standen dann aber der Platzierung einer weiteren Katze Verträglichkeitsgründe im Wege, und man musste den Gedanken leider Gottes fallen lassen. Zudem werden Einzeltiere, die von ihren Besitzern sehr viel Zuwendung erhalten, mit derZeit egoistisch und wollen ungern teilen. Ich möchte zum Schluss doch noch ein Wort zur Zweikatzenhaltung verlieren: Die Tendenz, zwei Katzen zu halten, ist sehr verbreitet. Eben aus jenem Grund, weil viele Menschen inzwischen aufgeklärter sind und realisiert haben, dass die Einzelkatze eine„arme Socke“ ist. Mir ist jedoch die Zweikatzenhaltung ohne Freilauf auch nicht ganz geheuer. Ich möchte Ihnen auch sagen, weshalb: Nach meiner Erfahrung wählen zukünftige Besitzer/innen die Katzen gerne nach ihrem Aussehen, ungeachtet dessen,ob sie auch charakterlich gut zueinander passen. Es macht aber einen gewaltigen Unterschied, ob Tiere einander innig zugetan sind oder sich einfach nur tolerieren. Die Haustierhaltung zwingt also nicht selten Katzen ein Zusammenleben auf, das sie freiwillig niemals in dieser Form wählen würden.
Ein zweiter Aspekt: Tiere machen gleich dem Menschen eine persönliche Entwicklung durch. Hat man nur zwei Katzen, so zeigen sie vielleicht im Laufe ihres Lebens sehr unterschiedliche Bedürfnisse.
Das, was anfangs sehr gut zusammenpasste, will auf ein-mal nicht mehr funktionieren. Hat man mehr als zwei Katzen, wird der Verlust eines Artgenossen von den Tieren besser verkraftet, da sie nicht plötzlich alleine zurückbleiben. Man gerät dann auch als Besitzer/in nicht sofort in Zugzwang, ein neues Tier anzuschaffen. Aus diesen Gründen neige ich mehr denn je zur Dreikatzenhaltung, wo immer es von den Platzverhältnissen und natürlich auch von der finanziellen Lage her geht.

Geben Sie Ihrer Katze Anreize

Ob nun eine, zwei oder mehr Katzen, ich kann Ihnen versichern, dass es unwesentlich ist, ob Sie über eine 3 Zimmerwohnung oder ein ganzes Haus verfügen. Wichtig ist, welche Rückzugs- und Beschäftigungsmöglichkeiten Sie Ihren Tieren bieten, und wie artgerecht Sie Ihre Wohnung für die Katze(n) einrichten. Bitte bedenken Sie, dass eine Katze, die durch die Wohnungshaltung ihrer natürlichen Freiheit beraubt wird, ein Umfeld braucht, das ihren Bedürfnissen gerecht wird und immer wieder neue Anreize bietet.
Machen Sie auch nicht den fatalen Fehler zu glauben, wenn die Katze vor sich hindöse, sei sie nicht für ein Spielchen zu haben. Bringen Sie also ruhig immer wieder Veränderungen und Action ins Haus. Nehmen Siezum Beispiel eine Kartonschachtel (auch wenn sie nicht zur Einrichtung passt!), machen Sie eine kleine Öffnung, sodass die Katze bequem rein- und rausgehen kann. Legen Sie je nach Jahreszeit etwas Stroh, Laub oder trockenen Grasschnitt hinein. Sie wird diese Grube heiss lieben, denn sie weckt Urgefühle an Mutter Natur. Nutzen Sie Kartonschachteln auch als Spiel- und Erkundungsmöglichkeiten. Werfen Sie achtlos eine Papiereinkaufstasche ohne Henkel (darin kann sich die Katze verfangen und in Panik geratend, nicht mehr herausfinden), ein paar Bogen zerknülltes Seidenpapier oder Zellophanfolie hin. Lassen Sie ein paar Tischtennisbälle durch die Wohnung hüpfen – auf Steinboden oder in der Badewanne der wahre Hit!
Schneiden Sie ein Stück strapazierfähigen Stoff, meinetwegen in Herzform, doppelt zu, lassen Sie beim Zunähen ein kleines Stück für die Füllung offen. Nehmen Sie ein grosses Stück Watte, das den Stoff prall ausfüllt, geben Sie einige Fingerspitzen Baldrianwurzel hinein (in der Apotheke erhältlich). Geben Sie Watte mitsamt Baldrianfüllung in den Stoffbeutel, zunähen, und ab die Post. Ihre Katze wird durch die Räume tanzen, da wird Shakira vor Neid erblassen. Verstecken Sie ihre Lieblingstabs immer wieder an anderen Stellen, oder werfen Sie sie im hohen Bogendurch die Wohnung, damit sie den Schmaus erhaschen muss. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Es reicht nicht, einen Kratzbaum aufzustellen, an dem leblose Mäuslein baumeln. Die Lust an solchen Animationen erschöpft sich schnell. Sie müssen sich einbringen ins Spiel. Das macht Ihrem Tiger Freude. Übrigens, wie relativ die Anzahl Katzen sein kann, erfuhr ich kürzlich wieder einmal durch meine Freundin aus Schweden, die mich für eine Woche besuchte. Als ehemalige Züchterin besass sie, als sie mit dem Züchten aufhörte, siebzehn Katzen, allesamt im Alter zwischen 21 und 8 Jahren. Innerhalb von drei Jahren hat sie nun dreizehn Tiere verloren – ein absolutes Horrorszenario. Bei ihrem Besuch sagte sie mir traurig: „Es kommt mir so vor, als hätte ich keine Katzen mehr. Meine Wohnung ist trotz der vier Katzen eine einzige gähnende Leere.“ Und ich versuche hier, Sie mit viel Überzeugungskraft zur Anschaffung einer zweiten Katze zu überreden
… Geben Sie also Ihrem Herzen einen Ruck und Ihrer Katze einen Artgenossen.

 

Die Preisfrage ... Macht züchten reich ?

Katzenzucht und Preise ( Auszüge aus "Katzen extra" 6/2000 von Heinz Stösser)Es gibt immer noch Menschen, die der Ansicht sind, dass Züchter sich mit dem Verkauf ihrer Katzenkinder eine goldene Nase verdienen.Jeder, der ordentlich züchtet und jeder, der sich näher mit dem Thema Zucht beschäftigt, weiß wie teuer dieses Hobby ist. Eigentlich scheuen wir Züchter uns definitiv über Zahlen zu sprechen, weil wir unsere liebevoll aufgezogenen verkauften Jungtiere sowie Zuchtkatzen und Kastraten nicht nach einer Kosten-Nutzenrechnung nach dem Motto: „Der bringt Gewinn, der bringt Verlust und muss weg!“, einbeziehen. Hinzu kommt, dass Freunde, die zum Beispiel ihre Zeit auf dem Golf- oder Tennisplatz verbringen, uns für komplett verrückt erklären würden.Katzenkäufer, die für eine Rassekatze ca. 600 Euro zahlen müssen, rechnen diesen Betrag oftmals schnell auf eine durchschnittliche Wurfgröße von vier Jungtieren hoch und glauben, der Züchter hätte nun ca. 2.400 Euro für den nächsten Urlaub, als Anzahlung für das neue Auto und Ähnliches auf dem Sparbuch. Da Begriffe wie „kostspielig“ und „teuer“ äußerst dehnbar und relativ sind, ist es vielleicht einmal an der Zeit konkret über Zahlen zu sprechen, auch wenn es sich bei dem Katzenverkauf nicht um ein Geschäft handelt und sich jeder seriöse Züchter darüber im Klaren ist, dass er mit Mitlebewesen wie Katzen keinen Handel betreibt.Dagmar Thies stellt in ihrem Ratgeber „Rassekatzen züchten“ auch die Frage „Lässt sich mit Katzen Geld verdienen?“ und meint ganz richtig: „Ein folgenschwerer Irrtum". Unter Geld verdienen ist zu verstehen, dass einem Züchter nach dem Verkauf seines Katzennachwuchses zu einem angemessenen, zugleich als Lebensversicherung für die Jungkatzen gedachten Preis ein genügend großer Überschuss verbleibt, der geeignet ist, zum eigenen Lebensunterhalt beizutragen. Diese Rechnung geht aber nicht auf. Mit finanziellem Gewinn lässt sich Katzenzucht auf tierschützerisch - legalem Weg niemals realisieren.Als Argument gegen den oben genannten üblichen Kaufpreis hören Züchter auch immer wieder, dass Hauskatzenhalter ihre Kätzchen lediglich für 50 bis 150 Euro anbieten und damit ihre Kosten gedeckt wären, dem müsste bei Rassekatzen genauso sein, schließlich hätten alle jungen Katzen die gleichen Bedürfnisse.Selbstverständlich sollte jeder Hauskatzenbesitzer den gleichen Aufwand wie ein verantwortungsbewusster Züchter betreiben. Die Frage stellt sich nur, ob er das wirklich tut und ob er weiß, was er zu tun hat.Schließlich lernt ein verantwortungsbewusster Züchter im Gespräch mit Gleichgesinnten, durch entsprechende Literatur, den Besuch von Ausstellungen, Genetikseminaren usw. über Jahre immer wieder dazu, wobei er nicht selten hin und wieder Lehrgeld zahlen muss.Außerdem fallen für den Hauskatzenfreund, der einmal einen Wurf junger Katzen in seinem Heim haben möchte, die Anschaffungskosten, die beim Kauf einer Rassekatze entstehen, automatisch weg.

Startkosten

Zunächst muss er Mitglied in einem Verein werden und einen Zwingereintrag vornehmen lassen. Durchschnittlich beträgt der Vereinsbeitrag ca. 50 Euro; ca. 45 Euro kostet der Zwingereintrag und ca. 15 Euro die Aufnahmegebühr, insgesamt ca. 110 Euro. Gehen wir einmal von einer normalen zu kaufenden Anzahl von Rassekatzen aus, die für die Zucht tauglich sein sollten.So erscheint der durchschnittliche Kaufpreis für eine gute Rassekatze in Höhe von 600 bis 800 Euro je nach persönlicher Einstellung mehr oder weniger hoch.Zahlreiche Telefonate, Ausstellungs- und Züchterbesuche, sind nötig um die Katze oder den Kater zu erhalten, den man sich wünscht. Da ein Züchter es tunlichst unterlassen sollte, sich eine Katze nur nach dem Ansehen von Fotos und Stammbäumen zu kaufen, muss er mindestens vor dem Abholtermin auch einmal die Zuchtstätte, die Katzenhaltung, Eltern und Jungtiere begutachten.Das Wohnumfeld muss für die kontinuierliche Aufzucht junger Katzen und der Haltung eines eigenen Deckkaters anders aussehen, als das von Katzenfreunden, die zwar mit der gleichen Anzahl von Katzen zusammenleben wie der Züchter, aber keinen besonderen Räumlichkeiten benötigen.Es versteht sich von selbst, dass Katzenkinder nur dann gut gedeihen, wenn Sie dort aufwachsen, wo auch ihr Mensch lebt. Im günstigsten Fall bedeutet das, dass sie sich so gut wie überall im Haus frei bewegen können und nicht separiert aufgezogen werden. Wie sehr hierdurch die Wohnräume, Möbel, Tapeten, Teppiche, Gardinen usw. belastet werden, weiß jeder zu berichten, der nur eine kleine Katze sein eigen nennt. Jährliche Renovierungen sowie des Öfteren der Neukauf hochwertiger Möbel sind obligatorisch, wenn der Züchter Wert auf ein respektables Zuhause legt, dass ungefähr dem eines Katzenhalters der nicht züchtet gleichkommen soll. Ebenso müssen Kratzbäume durch starke Beanspruchung regelmäßig durch neue ersetzt werden.

Vom Jungtier bis zur Zuchtkatze

So nun haben wir alles zusammen, haben nach und nach Weibchen und einen Kater gekauft und das Haus zuchttauglich gestaltet. Auf unserem Konto herrscht vermutlich gähnende Leere und wir freuen uns auf den ersten Wurf. So funktioniert das aber nicht. Bis aus einem Jungtier eine gute Zuchtkatze wird, dauert es seine Zeit.Zunächst werden Sie mit einer entsprechend geimpften Katze Ausstellungen zur Überprüfung der Zuchttauglichkeit und ebenso, um festzustellen welche Mängel übereinstimmend von den Richtern beanstandet werden, vornehmen müssen. Über die für alle Katzen obligatorischen Impfungen gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen müssen Sie sich Gedanken darüber machen, welchen Impfschutz Ihre Vierbeiner wirklich benötigen. Nach Maßgabe der Vereine sowie Veterinärämter sind lediglich vorgenannte Impfungen und die gegen Tollwut Pflicht.Hinzu kommt, dass die in den letzten Jahren vermehrt vorkommenden Billigangebote von "Schmuddelzüchtern" und Händlern in Tageszeitungen, die die schnelle Geld machen wollen, den seriösen Züchtern, verstärkt durch die Unwissenheit zahlreicher Interessenten, das Leben schwer machen. Kaum ein Züchter verkauft, und ist er auch noch so bekannt und erfolgreich, heute noch pro Inserat generell ein oder mehrere Jungtiere. Außerdem ist es nicht sein Bestreben, seine optimale aufgezogenen, liebevoll auf den Menschen geprägten Katzenkinder dem erst Besten in die Hände zu drücken. Er ist bestrebt, die Käufer auf Herz und Nieren zu prüfen, was neben der Aufzucht enorm viel Zeit verlangt.Auf das Handeln bezüglich des Kaufpreises sollte sich ein Züchter tunlichst nicht einlassen. Schließlich handelt es sich bei Katzen um Mitlebewesen und nicht um Flohmarktware. Wie sich der Kaufpreis zusammensetzt und, dass wir uns als seriöse Züchter keine goldenen Nase verdienen, kann man seinen Anrufern dennoch erklären. Manch ein Käufer wird so zur Einsicht bewegt und davor bewahrt von einem Schmuddelzüchter über den Tisch gezogen zu werden.Welche Folgekosten, Ängste und Sorgen oftmals auf Katzenfreunde, die bei "Vermehrern" billig eine Rassekatze erstanden haben, zukommen, ist ihnen meist nicht bewusst. Scheuen Sie sich als ordentlicher Züchter nicht davor Anrufern, die meinen: „Da gibt es aber eine Anzeige, da sind die viel billiger. Warum sind ihre denn so teuer?“ entsprechend aufzuklären. Selbstverständlich verlaufen zahlreiche Gespräche in dieser Art häufig ermüdend und sind nicht immer von dem Erfolg gekrönt, die Meinung des anderen wie gewünscht zu verändern.Gespräche über die Kostenintensität unseres Hobbys ist aber letztendlich auch als Beitrag zum Tierschutz zu werten, insbesondere auch dann, wenn der Züchter einen guten Draht zum Tierschutzbund unterhält und so ganz nebenbei bei Jungtiersuchenden, die sich eine Rassekatze definitiv nicht leisten können, diesbezüglich eine Haus- oder auch ältere Rassekatze zu vermitteln.Letztendlich kann unseriösen Verkaufspraktiken und dem damit verbundenen Elend schlecht aufgezogener und verhaltensgestörter Rassekätzchen nur durch entsprechende Aufklärung langfristig ein Ende bereitet werden.Dass zum Teil der Irrglaube in der Bevölkerung immer noch besteht, dass Züchter mit dem Verkauf von Katzenkindern sich eine goldenen Nase verdienen, liegt nicht zuletzt an der zum Glück geringen Menge unseriöser Züchter (die nicht alle nur außerhalb der Vereine züchten), denen gutgläubige Katzenfreunde auf den Leim gehen.Katzenfreunde, die sich auf den Weg machen ein Jungtier zu kaufen, sollten sich daher verdeutlichen, dass nur der wohl durchdachte Kauf mit Verstand und Vernunft sowie das Ausschließen von falsch verstandenem Mitleid sie vor Fehlkäufen schützt. Die Leidtragenden sind immer letztendlich die armen Katzen, die nicht entsprechend sozialisiert und krank ins Tierheim abgeschoben oder eingeschläfert werden müssen und auch die wirklich seriösen Züchter, die mangels echter Anerkennung ihrer Liebe zur Katze und ihren intensiven Bestrebungen zur Zuchtverbesserung irgendwann frustriert das Handtuch werfen. Vielleicht sollten wir und gar nicht so sehr davor scheuen, über konkrete Zahlen zu sprechen und insbesondere Kaufinteressenten durch unterhaltsame Erzählungen und Anekdoten vermitteln, wie viel Herzblut in einer guten Zucht steckt. Und denken Sie daran, wir brauchen uns nicht dafür zu entschuldigen, dass wir unsere Katzenbabys nicht für „einen Apfel und ein Ei“ abgeben. Der Kaufpreis garantiert wenigstens bis zu einem gewissen Maß eine wohl überlegte Kaufentscheidung des Interessenten. Lesen Sie hierzu:

Lea's Geschichte

Blutgruppenunverträglichkeit ...

Die Gefahren der verschiedenen Blutgruppen A, B und AB
bei Zuchtkatzen in Bezug auf Isoerythrolyse (Blutgruppenunverträglichkeit)
Was ist bei Verpaarungen von Katzen mit unterschiedlichen Blutgruppen zu beachten?
Die meisten Katzen haben Blutgruppe A. Bei einigen Rassen jedoch haben bis zu 50% der Katzen die Blutgruppe B. Hiervon sind Rassen wie Britisch Kurzhaar, Exotic Shorthair, Heilige Brima und auch Somali Katzen besonders betroffen. Auch bei der Sibirischen Katze wurden schon Katzen mit Blutgruppe B verzeichnet. Als dritte Blutgruppe gibt es noch AB. Diese Blutgruppe ist vermutlich eine Kombination aus den Blutgruppen A und B, ist aber eine eigene Blutgruppe und kein Gemisch. Es ist über die Blutgruppe AB sehr wenig in der Literatur zu finden, da diese äußerst selten vorkommt. Wie auch in der Farbgenetik gibt es die Blutgruppen homozygot und heterozygot (rein- und mischerbig.) In den nachfolgenden Tabellen wird ausschließlich über die Blutgruppen A und B berichtet, verwechseln Sie also bitte Katzen mit Blutgruppe A mischerbig = A/B NICHT mit der Blutgruppe AB.

Wie beim Menschen die Information über die richtige Blutgruppe bei Tranfusionen Leben retten kann, ist es auch für einen Katzenzüchter extrem wichtig die Blutgruppen seiner Zuchtkatzen zu kennen. Werden zwei Tiere mit "falschen" Blutgruppen miteinander verpaart, kann das für die neu geborenen Kitten durch Isoerythrolose tödlich enden.

Was ist Isoerythrolyse ?

Bei Isoerythrolose handelt es sich um eine tödliche Reaktion von Kitten mit der Blutgruppe A oder AB auf die Muttermilch ihrer Mutter mit der Blutgruppe B. Durch das Säugen Ihrer Kitten erhalten die Babies Antikörper gegen ihre eigenen roten Blutzellen. Diese Antikörper wirken zerstörend und entziehen den Kitten somit den Sauerstoff aus dem Blut.Eine vor kurzem entdeckte Todesursache der neugeborenen Kätzchen von Zuchtkatzen ist die sogenannte Isoerythrolyse. Dabei haben die neugeborenen Katzenbabies eine andere Blutgruppe als ihre Mutter. Indem die Kleinkätzchen Milch von ihrer Mutter saugen, bekommen sie durch die Milch Antikörper gegen ihre eigenen roten Blutzellen. Solche Antikörper binden die roten Blutzellen der Katzenbabies - es folgt Blutarmut und Verdickung des Blutes bei den Kitten. Die sichtbaren Anzeichen sind u. a. eine dunkle Färbung des Urins, Gelbsucht und auch Schwanzbluten. Nachdem immer wieder ganze Würfe innerhalb von 48 Stunden verstarben, konnte das Rätsel duch eine Blutgruppenbestimmung von Mutter und Kindern gelöst werden. Dieses qualvolle Absterben der Jungtiere war darauf zurück zu führen, dass die Mutter Blutgruppe B und die Kitten Blutgruppe A hatten.Diese Blutgruppe AB kommt ausschließlich bei Rassen vor, in denen auch die Blutgruppe B existiert.
Der Erbgang der Blutgruppen AB, A und B
Die Blutgruppe A ist dominant über Blutgruppe B und AB. Man kann hier das gleiche Schema von vollfarbig (D) und Verdünnung (d) anwenden. Demzufolge gibt es hier Katzen mit Blutgruppe A, die Träger der Blutgruppe B sind. Die Blutgruppe B kommt im übrigen ausschließlich reinerbig B/B vor. Die Blutgruppe AB ist nur bei Rassen möglich bei denen es die Blutgruppe B gibt - die Blutgruppe AB ist gegenüber Blutgruppe B dominant. Tiere mit Blutgruppe A können demzufolge auch Träger von AB sein A/AB. Zur Verdeutlichung wie die Blutgruppen A und B vererbt werden können, hier ein paar Tabellen, die Ihnen, lieber Züchter, sicherlich bekannt sind :-). Katze Blutgruppe reinerbig A = A/A verpaart mit Kater reinerbig B = B/BKater -->
Katze B B
A A/B A/B
A A/B A/B Alle Kitten haben Blutgruppe A und sind Träger der Blutgruppe B (A/B nicht mit der 3 Blutgruppe AB verwechseln)
Für keines der Kitten besteht Gefahr.Katze Blutgruppe mischerbig A = A/B verpaart mit Kater mischerbig A = A/BKater -->
Katze A B
A A/A A/B
B A/B B/B Rein statistisch gesehen hat ein Kitten reinerbig (homozygot) Blutgruppe A = A/A,
die anderen 3 Ktten sind mischerbig (heterozygot) Blutgruppe A = A/B
- sie sind also Träger von Blutgruppe B
Die Kitten sind alle nicht gefährdet, da die A-Mutter ihren Kitten mit Blutgruppe A oder B nicht gefährlich ist.Katze Blutgruppe reinerbig B = B/B verpaart mit Kater reinerbig A = A/AKater -->
Katze A A
B A/B A/B
B A/B A/B

Alle Kitten sind gefährdet!
Sie haben alle Blutgruppe A und sind Träger von Blutgruppe B = A/B, die Muttermilch der B-Mutter zerstört die Blutzellen der A-Kitten.

 

 

 

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